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«Gespenster» als Grundmotiv in neuem norwegischen Roman

Um einen Krieg verarbeiten zu können, braucht es mehrere Generationen. Die Vergangenheit spukt in uns wie in Ibsens Gespenster, meint Wilma Lie, in deren Debütroman die Hauptfigur nach dem Tod der Mutter unbekannte Seiten an ihrer Familie entdeckt und – bevor sie in Berlin die Gespenster inszenieren soll – ein neues Verhältnis zu Ibsen entwickelt.

Skien International Ibsen Conference 2013

Theatre between literature and research: What are the relations between documentary and fiction? Two guest performances, speakers and debates will address the issue during Skien International Ibsen Conference 2013 September 18th and 19th at Teater Ibsen in Skien, Norway.

Memnon – die singende Steinsäule

Peer Gynt trifft in Ibsens meisterhaftem Stück gleichen Namens auf viele wunderliche Gestalten, die singende Memnons-Säule im 4. Akt ist eine von ihnen. Eine schüchtern daherkommendes, aber doch bemerkenswertes Album des Duos Ruth Wilhelmine Meyer (Gesang) und Helge Lien (Klavier) – Memnon. Sound Portraits of Ibsen Characters – 2012 herausgegeben unter dem deutschen Label Ozella Music, stellt die Frage erneut: Kann eine Steinsäule singen? Dem Mythos nach jedenfalls kann das die Memnons-Säule, so paradox das auch klingen mag.

Willkommen auf unseren neuen Internetseiten!

Das Ibsen-Portal der Norwegischen Nationalbibliothek hatte seit seiner Einrichtung 2002 4,2 Millionen Besucher, 22 Millionen Seitenaufrufe und Benutzer aus 204 Ländern. Nun ist die Webseite reformbedürftig und ersteht in neuer und verbesserter Form unter dem Domänennamen Ibsen.nb.no.

Hedda und Nora siegen wieder, während Peer in Norwegen wieder obenauf ist. Ibsen auf den Theaterbühnen der Welt 2012.

Was für ein Jahr war - was Ibsen betrifft - 2012? Jedes Jahr wieder ist Henrik Ibsen weltweit einer der am häufigsten inszenierten Dramatiker. Im letzten Jahr wurden 166 Premieren seiner Stücke registriert und in Ibsen.nets Übersicht sind alle sechs Kontinente vertreten. Die USA, Norwegen und Deutschland sind die führenden Ibsen-Nationen, mit genauer gesagt 32, 23 und 20 Premieren im vergangenen Jahr. Die ultimative Siegerin in den Theatern der Welt wurde die weiterhin faszinierende Hedda Tesman.

Nora in der Glaskugel

Eine leere Bühne. Die einzige Requisite im Hintergrund: ein künstlicher Weihnachtsbaum. Es ist Weihnachten und Nora hat für ihre Kinder Weihnachtsgeschenke eingekauft. Ja schon, der Ansatz ist in gewisser Weise als Ibsen’scher erkennbar, doch beim Anblick von Nora, in der Darstellung von Manja Kuhl, bekommt man rasch böse Ahnungen. In der Gastspielinszenierung von Ein Puppenheim des Theaters Oberhausen während des Ibsen-Festivals ist Nora eine Mischung aus Ballerina, Walt-Disney-Prinzessin und Barbiepuppe: Kostüm — Ballettschuhe und Tutu, Frisur — extrem aufgebauschte und volle, rote Locken (wie sie nur Puppen haben!). Als Nora den Mund öffnet, um zu sprechen, wird jeder Zweifel zur Seite gefegt. Das hier wird keine traditionelle Aufführung. Um nichts in der Welt wird diese Nora im Namen der Selbstverwirklichung und Emanzipation den gewohnten Weg aus dem Puppenheim hinaus gehen.

Peer Gynt

Peer Gynt am Gebirgssee Gålåvatnet: Charmanter Egoismus in fünf Akten

Als der Busfahrer die Inszenierung als phänomenal bezeichnet und uns, während er uns auf der Peer-Gynt-Straße über das Gebirge fährt, versichert, dass wir uns freuen können, steigen unsere Erwartungen an die diesjährige Peer-Gynt-Vorstellung am Gålåvatnet. Und was für ein glücklicher Abend wird das: Die Sonne am blauen Himmel legte einen Schimmer von Zufriedenheit und guter Laune über diesen Sommerabend. Das ca. zweitausend Zuschauer fassende Naturamphitheater war randvoll und Ibsens Reimschemen, die Begegnungen mit unglaublichen Figuren und die schlichte Großartigkeit der Landschaft waren ein Erlebnis. Doch währt der "Egoismus in fünf Akten", wie schon Bjørnstjerne Bjørnson 1867 formulierte, nicht etwas sehr lange?

The 13th International Ibsen Conference

The 13th International Ibsen Conference will take place in Tromsø 18 - 23 June. The conference is being arranged by the University of Tromsø in co-operation with The International Ibsen Committee and Centre for Ibsen Studies. It is held in Tromsø at the northernmost university in the world on 69,65 degrees North for the very first time in the 47 years old history of the conference. Previous conferences have been held in Shanghai, Oslo, New York, Bergen, Gossensass, Grimstad, Yale, Munich, Skien, and Cambridge. The theme of the conference will be Ibsen and World Drama(s).
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Ibsen-Festival 2012 – alle Leute ins Theater!

"Wie in diesem Hause üblich, zielen wir hoch und loten tief aus, wir heißen aber auch die Breite willkommen", sagte die Intendantin Hanne Tømta, als das Norwegische Nationaltheater das Programm des im Herbst stattfindenden Ibsen-Festivals präsentierte. Das Festival läuft vom 23. August bis zum 9. September und besteht aus vier eigenen Theaterproduktionen, einer Koproduktion, sechs Gastspielen, einer Fotoausstellung und einer Preisverleihung. Das Festivalthema ist Individuum und Gesellschaft bzw. Ich und die Anderen. Die Gastspiele kommen alle, bis auf nur eine Ausnahme, aus Europa. Das Festival der Gegenwartsdramatik am Nationaltheater wird nicht mehr ausgerichtet, jedoch durch das Einbinden von zwei Produktionen der zwei norwegischen Gegenwartsdramatiker Arne Lygre und Fredrik Brattberg ins Ibsen-Festival teilweise weitergeführt.

Heiner Goebbels. Foto: Bernhard Ludewig

Heiner Goebbels erhält den internationalen Ibsen-Preis

Der Preisträger des Internationalen Ibsen-Preises 2012 wurde am 20. März, an Ibsens Geburtstag, in der Norwegischen Botschaft in Berlin bekanntgegeben. Der diesjährige Preis geht an Heiner Goebbels. Die Jury über ihn: "Heiner Goebbels — Theatermacher, Regisseur, Komponist, Musiker, Hochschullehrer und Kurator eines Festivals — ist einer der großen Kreativen unserer Zeit. Er hat ein erstaunliches Oeuvre in verschiedenen Disziplinen aufzuweisen und übt profunden Einfluss auf Theaterarbeiter und Musiker aus. Seine Theaterarbeit umspannt ein großes Spektrum: von Werken für die Oper bis zu Installationen ohne Schauspieler für das Theater. Alle Stücke sind wesentlich verschieden in Eigenart und Form und jedes ist auf genuine Weise bahnbrechend und wegweisend."

Logo Ibsen Scholarships

The Ibsen Scholarships 2012

The Ibsen Scholarships award innovative projects in the field of drama and performing arts and projects that act as incentives for critical discourse in regards to existential and society-related subject matters concerning Henrik Ibsen and his plays. Scholarship funds amount to 1,000,000 NOK (approx. 130.000 Euro/170.000 US Dollars) will be awarded projects worldwide. Scholarships are applicable to individuals, organizations or institutions within the artistic and cultural community.

Nora gibt dem Theaterpublikum weltweit noch immer Feuer

Im Laufe des Kalenderjahres 2011 gab es 166 Premieren von Ibsen-Inszenierungen. Diese verteilten sich auf 35 Länder. Es überrascht kaum, dass Ein Puppenheim weltweit am häufigsten gespielt wurde und damit sein Status als Teil der Weltdramatik weiter untermauert wurde, während Peer Gynt am häufigsten in Norwegen gespielt wurde. 2011 war, was Ibsen betrifft, ein Jahr der Vielfalt und wie bisher sind sechs Kontinente in der Übersicht von ibsen.net vertreten. Die USA, Deutschland und Norwegen erweisen sich als die führenden Ibsen-Nationen. Im vergangenen Jahr gab es 43 Ibsen-Premieren in den USA, 34 in Deutschland und 17 in Norwegen.